Der QR-Code (= quick response, „schnelle Antwort“) ist ein Code, der von der japanischen Firma Denso Corporation im Jahr 1994 entwickelt wurde. Ursprünglich sollte der zweidimensionale QR-Code in der Logistik der Automobilproduktion eingesetzt werden, genauer gesagt beim Markieren der Baugruppen und Komponenten. Die meisten Mobiltelefone und PDAs verfügen mittlerweile über eingebaute Kameras und Software, die QR-Codes lesen können. Eine solche Software ist aber auch für viele andere Geräte anderer Anbieter käuflich zu erwerben. Durch den QR-Code kann die decodierte Information auf das Handy gesendet werden.
Die Codes sind im Einsatz sehr vielseitig. Der QR-Code wird beispielsweise verwendet, wenn eine Webadresse darin codiert werden soll. Er wird auch in Zeitschriften, auf Flyern oder auf großformatigen Werbeplakaten gedruckt sowie auf Häuserreklamen oder sogar auf den Produkten selbst. Viele moderne Handys enthalten schon einen Webbrowser, so dass es genügt, den Code mit seinem Handy zu erfassen, um dann sofort auf die dem QR-Code entsprechende Website geführt zu werden. Allein der Konsument entscheidet anschließend, ob er weitere Informationen einholen möchte (Pull-statt-Push-Marketing).
Was hierzulande als technische Neuerung gilt, findet in Asien bereits in größerem Umfang statt. Aber auch in Deutschland gibt es schon erste Pioniere: Das Staatstheater Darmstadt nutzt beispielsweise diese Technologie, um Plakate, die über sein Programm informieren, mit multimedialen Elementen auszustatten. Ebenso erscheint die “Welt Kompakt” seit kurzer Zeit mit einem kleinen Quadrat auf dem Titelblatt. Dieses bietet Links zu den Websites, die das soeben Gelesene eingehender behandeln oder die zusätzliche Informationen bieten wie etwa einen Trailer zur Filmkritik. „Der QR Code ist der schnellste Link ins mobile Internet”, fasst Stephan Enders, Marketing Direktor bei Jost von Brandis, zusammen.
Die QR-Codes bringen den Vorteil mit sich, dass das mühselige abtippen wegfällt. Zudem beinhaltet der abgedruckte QR-Code häufig weitreichendere Zusatzinformationen – etwa Telefonnummern oder Adressen. Aber auch vollständige SMS können mit QR-Codes codiert werden beispielsweise für Premium SMS-Dienste; hier muss der Anwender nach dem Scannen einfach noch „Senden“ drücken, damit der Bestellvorgang ausgelöst wird. Letztlich können mit den QR-Codes alle Arten von Texten codiert werden.
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